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Vitale Landküche

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Sizilianische Linsensuppe mit Chili und Zitrone

Zutaten:

1 Stange Porree, 1-2 frische Bio-Zitronen, 1 Liter Gemüsebrühe, Olivenöl zum Anbraten, 1 TL Kurkuma, gemahlen, 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen, 1 Chilischote, 250 g rote Linsen, 1 gute Handvoll Babyspinat oder Mangold, kleingeschnitten, etwas Salz.

Das Lauch (Porree) waschen, der Länge nach vierteln und klein schneiden. In einem Suppentopf das Olivenöl erhitzen, den Porree dazugeben und einige Minuten anbraten, er sollte etwas weich werden. Währenddessen Kurkuma, Kreuzkümmel und Chili dazugeben sowie 2 EL Zitronensaft. Mit Gemüsebrühe ablöschen, dann die Linsen in den Topf geben und 15 Minuten köcheln. Mangold oder Babyspinat waschen, abschütteln, (den Mangold kleinschneiden) und unter die fertige Suppe mischen. Eine oder eine halbe Zitrone (mit Schale) in Scheiben schneiden und ebenfalls unterheben. Mit Salz abschmecken und ggf. die Konsistenz mit Wasser regulieren – wie es persönlich schmeckt. Guten Appetit.

Die Suppe schmeckt übrigens auch mit Fenchel, Grünkohl oder Paprikwürfeln – je nach Jahreszeit und frischem Angebot.

Linsen sind Hülsenfrüchte. Viele Menschen essen Hülsenfrüchte selten, aus Sorge vor Blähungen. Die richtigen Gewürze verringern Blähungen und wirken zudem entzündungshemmend. Linsen enthalten u.a. sehr viele Ballaststoffe (Nahrung für die »guten« Darmbakterien!), reichlich pflanzliche Eiweiße … und sind deshalb sehr zu empfehlen. Wenn Sie gewöhnlich KEINE Linsen essen, empfehle ich, den Körper langsam daran zu gewöhnen. Aus meiner Erfahrung, reagieren Menschen sehr unterschiedlich auf verschiedene Lebensmittel, man muss also seinen Körper ENTDECKEN. Durch langsame Steigerung der Dosis ist das für jeden möglich, denn jeder Körper ist absolut lernfähig.

Rukola, Kerbel, Petersilie, Portulak, Rote Bete-Blätter, Radieschenblätter … wachsen in meinem Garten und alle paar Tage nehme ich eine Schere und gehe ernten. Das Verputzen ist eine Fleißaufgabe, denn es gibt zahlreiche Interessenten für meine grünen Blätter im Garten. Ich teile gern und ich verputze das das gern. Es bedeutet für mich: Feierabend – und dann kommt der Genuss. So viele wunderbare Aromen auf jedem Löffel … und täglich etwas anderes …

Während ich im Sommer eher selten koche – also bis auf 2 Scheiben Brot am Tag fast nur von Rohkost lebe, ändert sich das, sobald es frischer … und um so kälter es wird. Besonders Kohl und Hülsenfrüchten sind dann meine Energiespender. Ich liebe warmen Linsensalat, Linsensuppe, Linsenbrotaufstriche, Linsen & Bohnen im Rohkostsalat und alle Sorten und Farben von Bohnensuppen – und natürlich Erbsen oder Kichererbsen.

Zwei Dinge sind dabei wichtig: 1. Den ungeübten Körper langsam an Bohnen gewöhnen. Das passiert optimaler Weise, in dem man 150 g Linsen oder Kichererbsen kocht (im Kühlschrank in einer Glasdose aufbewahren) und davon täglich 1 EL zum Salat gibt. Ist die Verträglichkeit gut – Unser Körper ist nämlich immens lernfähig! – dann wird die Dosis erhöht und die Auswahl immer reichhaltiger. Gleiches gilt übrigens für das Wintergemüse Kohl, auch hier ist Gewöhnung das A und O – ein Körper kann sich praktisch an fast alles wieder gewöhnen – denn wir sind tatsächlich nur entwöhnt! Probieren Sie es aus und nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen – es wird funktionieren!

Hier nun mein Rezept für eine wunderbar wärmende Bohnensuppe:

120 g getrocknete Kidneybohnen, 120 g schwarze Bohnen, über Nacht einweichen, das Einweichwasser abgießen, und mit frischem Wasser 40-50 Min. weich kochen.

2 rote Zwiebeln in halbe Ringe geschnitten, 2 Knoblauchzehen fein gehackt, 200 g braune Champignons, je nach Größe in Scheiben geschnitten, geviertelt oder ganz, 3 rote Paprikaschoten. 400 g Tomatensugo/Passata oder im Herbst, frische Tomaten, 1 geh. EL Kreuzkümmel, 1 EL Kurkuma, 2 EL Paprika edelsüß, 2 EL Koriander, gemahlen, nach Wunsch Chili und Salz.

In einem ausreichend Großen Topf, die Zwiebeln in Öl anbraten, Paprikawürfel, Knoblauch und Champignons dazugeben und mitbraten. Das Sugo und die Gewürze dazugeben und die Bohnen untermischen. Alles ca. 30 Min. kochen lassen und nochmals abschmecken. Guten Appetit

Frohe Weihnachten wünsche ich allen Lesern, Vollwertköst-Fans
und allen freundlichen Menschen.

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

Die beiden Weihnachtskochkurse in diese Jahr waren ohne Fleisch. Doch niemand hat es vermisst. Die Besucher kamen mit viel Neugier und gingen gut gesättigt mit neuen Eindrucken und Erfahrungen. Was jeder davon mitnimmt oder für sich ausprobiert, bleibt ihm selbst überlassen. Das Menü bestand aus einem Salat mit bunter Melde, Rucola, Rote Bete, Birne bzw. Kaki und Granatapfelkernen. Das Dressing einmal mit Cashew-Sahne, das andere Mal mit Walnuss-Zitronenöl-Dressing.

Bei der ersten Veranstaltung gab es noch mit Kräutersaitlinge mit Mandelpanade, dafür fiel dann die Suppe weg.

Da es in meinem Garten noch reichlich frischen, knackigen Topinambur gibt und viele diesen noch nicht verarbeitet haben, gab es ein Topinambur-Süppchen mit Ingwer und Chili vorweg. Da ich meinen Mitstreitern gern kreatives Kochen zeige und sie ermutige, etwas zu verändern, wollten sie die Suppe etwas dicker, als im Rezept vorgesehen kochen.

Das Hauptgericht war schließlich ein weihnachtlicher Nussbraten. In Anlehnung an den Nussbraten von Barbara Rütting habe ich etwas experimentiert, mit Bratäpfeln, geraspeltem Sellerie und Petersilienwurzeln … und zum Braten gab es die Pflaumen-Bratapfel-Rotweinsoße – unverändert von Barbara Rütting – sehr gut gelungen! Übrigens kann man den Braten schon einen Tag vorher zubereiten, er wird von Tag zu Tag schnittfester und durch die Pflaumensoße hervorragend abgerundet.

Als Dessert gab es einen orientalischen Joghurt sowie einen Mandelpudding mit Mangocreme – alle Rezepte, soweit nicht anders erwähnt, aus dem Buch »Vollwert-Fibel für die ganze Familie« 

Hier das Rezept zum festlichen Nussbraten:

150 g grob geschroteter Grünkern, 100 g geschroteter Dinkel, 100 g fein gemahlener Vollkornreis, 100 g geraspelte Petersilienwurzel und/oder Sellerie, 1,5 l kräftige Gemüsebrühe, (selbstgemacht, mit Lorbeer, Kräutern und Piment) und 3 EL Leinkuchen aus dem Spreewald alles zusammen aufkochen und ausqellen lassen.

In einer Pfanne mit etwas Öl, 50 g getrocknete, gehackte Pilze, 4 rote Zwiebeln und 4 Knoblauchzehen – klein gehackt, 50 g getrocknete Tomaten, klein geschnitten, anbraten und zum Getreide (oben) geben. 1,5 EL Senf, Chili, 2 TL grüner Pfefferkörner, 2 TL Paprikapulver (süß) 2 El Sojasoße (Tamara) und Kräuter wie Thymian, Oregano, Majoran, Salbei, Rosmarin, Lavendel sehr fein gehackt untermischen. Einen Laib formen und in eine Backform legen, – eine Backpapier erleichtert das Herausnehmen.

2 in Spalten geschnittene Äpfel und etwas Butter um die Äpfel einzupinseln. Die Äpfelspalten auf den Braten und daneben legen. Nach der Hälfte der Backzeit, die danebenliegenden Äpfel herausnehmen – sie machen die Soße sämig. Backzeit ca. 1 Stunde bei Ober- und Unterhitze.

Das Rezept für die Pflaumensoße von Barbara Rütting: 

400 ml Rotwein, 1 Lorbeerblatt, 1 Nelke, 1/2 Zimtstange, aufkochen, ziehen lassen, die Gewürze entfernen, dann 100 g Pflaumenmus (ohne Zucker) oder Backpflaumen, sowie die Äpfel vom Braten dazu geben und pürieren.

grad so, wie beim Vollwertbäcker. 😉 So würde ich es singen, denn lecker ist es wirklich mit den guten Zutaten zu backen! Die Qualität der Zutaten ist gerade bei der Weihnachtsbäckerei sehr wichtig! Heute gibt es Früchtkugeln, Pflaumenröllchen im Hefeteig, Cashew-Plätzchen und herzhafte Grünkernplätzchen.

Pflaumenröllchen mit Zimt
Cashew-Plätzchen, Lebkuchen und Pflaumenröllchen

Früchtekugeln auf dem Adventsplätzchenteller

Auch in diesem Jahr gibt es wieder selbstgestaltete Weihnachtskarten und Geschenkkarten, die ich mit den Büchern in der Weihnachtszeit verschicke. Und wer noch ein Geschenk sucht, dem empfehle ich die Vollwert-Fibel für die ganze Familie. 224 Rezept – alle Foto, einfache Gerichte aus regionalen Produkten für kleine und große Genießer.

Weihnachtskarten und Geschenkanhänger
Feigentorte aus Milna Vitale Landküche Vollwert-Fibel Feigentorte
Wunderbare Feigen-Sahnetorte – Mehr als Stück kann man aber nicht essen! 😉 

Im Urlaub auf der Insel Bra´c war ich nicht nur von den Olivenbäumen, den Olivenbauern die die Oliven mit Ihren kleinen Gefährten zur »Kolchose« brachten und dem tollen Aroma des frischen Öls begeistert, mir haben es auch die Feigen angetan. Ende Oktober waren es die Fallobst-Feigen, die auf den Märkten angeboten wurden. Süß, fest, aber noch nicht vollständig trocken. Im Café in Milna gab es eine Feigentorte die uns nach den Wanderungen fast täglich verführte! Die musste ich unbedingt zu Hause nachempfinden und habe den Marktfrauen in Split dafür reichlich Feigen abgekauft. Ich liebe ja Rezepte mit übersichtlichen Zutatenlisten, aber das war keine große Herausforderung.

Zutaten für den Boden: 150 g Mandeln, 6 große Datteln, beides zu einer cremigen Masse püriert. Die Masse in einen Tortenring, auf einer Tortenplatte gleichmäßig verstrichen. Je nach Größe 1-2 cm hoch.

Zutaten für die Masse: 400 g Schmand, 200–250 g Feigen (ich hatte 300 g, das war aber doch sehr süß!), 300 g Sahne, aufgeschlagen, Saft einer halben Zitrone, 1–2 EL Flohsamenschalen und etwas Vanille. Die Feigen vermusen, Zitrone, Flohsamenschalen (oder auch 2–3 EL Chiasamen) und Vanille dazugeben und mit dem Schmand mischen, möglichst etwas schaumig … Dann die Sahne gleichmäßig unterheben – die Masse nun auf den Boden geben und oben glatt streichen. Ich habe nun etwas Honig darauf gepinselt und Feigen aus meinem Garten, die nicht mehr größer wurden, aber wunderbar ausreiften, in feinen Scheiben obenauf gelegt.

Das war sehr lecker und ich freue mich schon auf das nächste Feigenjahr.

Gefüllte Kohlwickel Vollwert-Fibel
Kohlwickel mit farbenfroher Gemüsemischung

Zutaten: 

4 Große Kohlblätter, z.B. Wirsingkohl oder Weißkohl. Den harten Strunk wegschneiden ca. 4 Min. köcheln, und wenn sie weich genug sind, kalt abschrecken.

4 Kartoffeln, gewürfelt, in gleicher Menge Hokkaido, gewürfelt, beides 5 Min. in 250 ml Wasser köcheln.

2 Möhren, in dünne Scheiben raspeln, 1 rote Paprika, gewürfelt, 1 große Zwiebel, feingehackt, Gewürze: frischer Oregano, Pfeffer, 1 TL Kurkuma, 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL frischer grüner Pfeffer, Muskatnuss, etwas Chili, 1-2 Lavendelblüten oder Rosmarin oder Thymian für den Winterduft …

2 geh. EL gemahlener Grünkern, Gemüsebrühe und etwas Öl.

Zubereitung:

Zwiebeln in einer großen Pfanne mit Öl anbraten und den bissfest gekochten Hokkaido, die Kartoffeln, die Hälfte des grünen Pfeffers (kann man etwas mörsern), der Paprikawürfel und der Gewürze, in Öl anschwitzen, etwas abkühlen lassen und in die Kohlblätter einschlagen. Zubinden und in eine feuerfeste Form legen.

Nun die Gemüsebrühe mit dem gemahlenen Grünkern mischen und angießen, Möhrenscheiben, restliche Gewürze, restliche Paprika und den Sud (vom Kochen der Kartoffel/Kürbis-Mischung) auffüllen – die Form sollte hälftig mit Flüssigkeit gut gefüllt sein.

20 Min bei 170 Grad backen.

Guten Appetit!

Neuseeländer Spinat auf Batet

Bataten-Tortenboden für den Spinatkuchen

 

 

 

 

 

 

Hin und wieder werde ich Besitzer von glücklichen Eiern. Dann denke ich mir etwas schönes damit aus: Spinattorte mit Süßkartoffelboden – Ein Rezept aus der Vollwert-Fibel für die ganze Familie. So ein Kuchen wird von einer ganzen Familie zu einer Mahlzeit weggeputzt. Wir sind aber nur zu zweit! Und nach dem Salat reicht so ein Kuchen schon mal 3-4 Tage. Der Kuchen kommt in den Kühlschrank.

Ich backe die Tortenstücke dann einfach in einem kleinen Tischgrill/Toaster auf.

Für den Süßkartoffelboden: 1 Süßkartoffel (ca. 200 g), gekocht und gepellt 100 g Weizen, fein gemahlen 1 Ei ¼ TL Kräutersalz ½ TL Kurkuma, gemahlen Muskat, gemahlen Butter für die Form

Für den Belag: 400 g Neuseeländer Spinat (oder Spinat oder Mangold) 150 ml Gemüsefond/Wasser 150 g Ziegenfrischkäse oder anderen Frischkäse 100 ml Bio-Sahne 1 Ei 1 TL Ingwer, gerieben Muskat, gerieben und Pfeffer

Die gekochten Betaten pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Mit Vollkornmehl, Ei und Gewürzen zu einem glatten Teig verarbeiten und eine Form damit auslegen. Der Rand sollte 2–3 cm hoch sein.

Den Spinat waschen und das Grün von den Stängeln zupfen und in etwas Gemüsefond aufkochen, 5 Min ziehen lassen, abtropfen lassen und auf dem Teig verteilen. Den Frischkäse mit etwas Brühe (vom Gemüse) gleichmäßig aufrühren. Die Sahne und das Ei zugeben und kräftig würzen und über das Gemüse geben. Bei 180 Grad ca 25 Min. backen.