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Vitale Landküche

Die beiden Weihnachtskochkurse in diese Jahr waren ohne Fleisch. Doch niemand hat es vermisst. Die Besucher kamen mit viel Neugier und gingen gut gesättigt mit neuen Eindrucken und Erfahrungen. Was jeder davon mitnimmt oder für sich ausprobiert, bleibt ihm selbst überlassen. Das Menü bestand aus einem Salat mit bunter Melde, Rucola, Rote Bete, Birne bzw. Kaki und Granatapfelkernen. Das Dressing einmal mit Cashew-Sahne, das andere Mal mit Walnuss-Zitronenöl-Dressing.

Bei der ersten Veranstaltung gab es noch mit Kräutersaitlinge mit Mandelpanade, dafür fiel dann die Suppe weg.

Da es in meinem Garten noch reichlich frischen, knackigen Topinambur gibt und viele diesen noch nicht verarbeitet haben, gab es ein Topinambur-Süppchen mit Ingwer und Chili vorweg. Da ich meinen Mitstreitern gern kreatives Kochen zeige und sie ermutige, etwas zu verändern, wollten sie die Suppe etwas dicker, als im Rezept vorgesehen kochen.

Das Hauptgericht war schließlich ein weihnachtlicher Nussbraten. In Anlehnung an den Nussbraten von Barbara Rütting habe ich etwas experimentiert, mit Bratäpfeln, geraspeltem Sellerie und Petersilienwurzeln … und zum Braten gab es die Pflaumen-Bratapfel-Rotweinsoße – unverändert von Barbara Rütting – sehr gut gelungen! Übrigens kann man den Braten schon einen Tag vorher zubereiten, er wird von Tag zu Tag schnittfester und durch die Pflaumensoße hervorragend abgerundet.

Als Dessert gab es einen orientalischen Joghurt sowie einen Mandelpudding mit Mangocreme – alle Rezepte, soweit nicht anders erwähnt, aus dem Buch »Vollwert-Fibel für die ganze Familie« 

Hier das Rezept zum festlichen Nussbraten:

150 g grob geschroteter Grünkern, 100 g geschroteter Dinkel, 100 g fein gemahlener Vollkornreis, 100 g geraspelte Petersilienwurzel und/oder Sellerie, 1,5 l kräftige Gemüsebrühe, (selbstgemacht, mit Lorbeer, Kräutern und Piment) und 3 EL Leinkuchen aus dem Spreewald alles zusammen aufkochen und ausqellen lassen.

In einer Pfanne mit etwas Öl, 50 g getrocknete, gehackte Pilze, 4 rote Zwiebeln und 4 Knoblauchzehen – klein gehackt, 50 g getrocknete Tomaten, klein geschnitten, anbraten und zum Getreide (oben) geben. 1,5 EL Senf, Chili, 2 TL grüner Pfefferkörner, 2 TL Paprikapulver (süß) 2 El Sojasoße (Tamara) und Kräuter wie Thymian, Oregano, Majoran, Salbei, Rosmarin, Lavendel sehr fein gehackt untermischen. Einen Laib formen und in eine Backform legen, – eine Backpapier erleichtert das Herausnehmen.

2 in Spalten geschnittene Äpfel und etwas Butter um die Äpfel einzupinseln. Die Äpfelspalten auf den Braten und daneben legen. Nach der Hälfte der Backzeit, die danebenliegenden Äpfel herausnehmen – sie machen die Soße sämig. Backzeit ca. 1 Stunde bei Ober- und Unterhitze.

Das Rezept für die Pflaumensoße von Barbara Rütting: 

400 ml Rotwein, 1 Lorbeerblatt, 1 Nelke, 1/2 Zimtstange, aufkochen, ziehen lassen, die Gewürze entfernen, dann 100 g Pflaumenmus (ohne Zucker) oder Backpflaumen, sowie die Äpfel vom Braten dazu geben und pürieren.