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Vitale Landküche

Manchmal ist das mit den Rezepten so eine Sache. Es gibt Rezepte, die muss man einfach ausprobieren, weil man sich das Ergebnis absolut nicht vorstellen kann! Immer wieder flüsterte mir jemand zu, das wäre ganz, ganz toll. Vielleicht war ich das selbst? Also, mein zweites Ich? Als ich mir das Projekt genau ansah, stellte ich fest, dass mir das zu viel Nuss- und damit auch eine zu fette Masse wird! Aber kein Problem – Regeln sind ja zum brechen da und Rezepte sind so etwas wie Regeln. Oder?

Das ist nun dabei herausgekommen:

Zutaten für den Boden: 200 g Mandeln, vermahlen, 200 g Datteln, zerkleinert, fein gehackt und in 200 ml warmen Wasser eingeweicht. 3 TL Kakaopulver und 50 g Buchweizenmehl mischen und ebenfalls dazugeben. Der Kakao war bei mir gerade alle, weil ich Schokolade gemacht habe, also habe ich Kakaonibs mit meinem kleinen Handmixer vermahlen. Das Ganze wird anschließend zu einer gleichmäßigen Masse verknetet und auf dem Boden einer Springform verteilt. Die Hälfte ist nun schon fertig.

Dieses Jahr habe ich einige Gläser Birnen eingekocht. Das war nicht ganz einfach. Ich hatte viele Birnen, es war aber schwer, welche abzubekommen! Die Wespen hatten beide Bäume unter sich aufgeteilt und kaum war eine Birne am ausreifen, wurde sie vernascht, naja, so halb! Ich kam immer gerade noch rechtzeitig um meinen Anteil abzuholen. So kam es, dass ich beim fleißigen »ausschneiden«auch gleich kleine Gläschen eingekocht habe, denn »Gellerts Butterbirne« bleibt auch eingekocht sehr lecker und vor allem schön fest! Geschält habe ich sie übrigens nicht. Zwei Gläschen wurden nun geöffnet, die Flüssigkeit abgegossen und die Birnenstücke auf dem Tortenboden verteilt. Weil ich durstig war, habe ich die Flüssigkeit gleich getrunken – die war so wunderbar süß wie der Sommer sonnig war – denn Zucker habe ich natürlich nicht zugegeben.

Aber nun zur Schokoladen-Füllung:

Einige Stunden vorher: 200 g Cashewkerne in Rohkostqualität in 80 ml Wasser einweichen, dann pürieren. Für den Teig dann 100 g Honig, 100 g Kakaopulver (oder Nibs) 1/2 Vanilleschote, 100 g Kokosmus (oder den Inhalt einer halben Kokosnuss pürieren), 3–4 Bananen (je nach Größe), ca. 150 g gepufften Amaranth oder Puffreis und 50 g Kakaobutter (flüssig). Zum Schluss mit etwas Wasser die Konsistenz korrigieren, so das der Teig sich gut verteilen lässt. Das Kokosmus hatte ich gerade nicht, würde es aber zugeben, dann wird es vielleicht etwas lockerer.

Ich nutze eine Kenwood Küchenmaschine, diese kann die Rührschüssel von unten (auf 38 Grad) heizen. So kann ich alle Zutaten zusammen in die Rührschüssel geben. Andernfalls muss man die Kakaobutter bevor man sie in den Teig gibt, im Wasserbad schmelzen. Die gut gerührte Masse verteile ich nun löffelweise auf die Birnen, schließe die Lücken und sehe zu, dass alle Birnen bedeckt sind. Glatt gestrichen oder eine gezupfte Oberfläche? Beides ist möglich. Ganz zum Schluss kann ich den Kuchen mit etwas flüssiger Schokolade verzieren, oder mit Herzchen (mit ausgeschnittenen Papiermasken) z. B. mit Kokosraspel dekorieren. Guten Appetit!